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Flüchtlinge: In welche Orte zieht es sie?

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"Gekommen, um zu bleiben! Wohnstandort-Entscheidungen anerkannter Flüchtlinge im ländlichen Raum Niederbayerns – eine retrospektive Analyse": Die Ergebnisse dieses Forschungsprojektes der Universität Erlangen-Nürnberg wurden nun ausgewählten Vertretern von Kommunen, Schulen und Behörden im Landkreis am Gymnasium Freyung vorgestellt. Eingeladen waren dazu Bürgermeister, Vertreter von Schulen und Institutionen sowie Vorsitzende von Helfergruppen.

Die Referenten der Universität Erlangen-Nürnberg, Dr. Stefan Kordel und Tobias Weidinger, stellten ihre Studie vor. Unter anderem galt es zu untersuchen, was anerkannte Flüchtlinge bewegt, im Bayerischen Wald zu bleiben. In einem 13-seitigen Fragebogen galt es, Fragen zum Alltagsleben, Zufriedenheit bei der räumlichen Mobilität zu beantworten und das Leben "in der neuen Heimat" zu reflektieren.

Die Wissenschaftler untersuchten dabei die Landkreise Freyung-Grafenau und Regen näher. In zahlreichen Experteninterviews wurden in den einzelnen Gemeinden mit Ehrenamtlichen, sowie mit Vertretern von Behörden, Sozialverbänden, Bildungsträgern, Jobcenter und involvierten Personen im Immobilienbereich Gespräche geführt. Vor allem aber wurde mit 171 Geflüchteten selbst gesprochen.

Nach einem Blick auf die Entwicklung der Geflüchtetenzahlen, bei denen auch im Landkreis Syrer, Afghanen und Flüchtlinge aus Sierra Leone die größte Gruppe darstellt, zeigten "Wanderungsmuster" anerkannter Flüchtlinge durchaus unterschiedliche Modelle. So ergaben sich u.a. Bewegungen vom ländlichen Raum in Städte und auch wieder zurück. Aspekte für die Entscheidung für Wohnorte sind: Wo wohnen bereits Verwandte? Wo fühlt man sich sicher und zufrieden? Zum Thema Nahversorgung gaben die Geflüchteten an, täglich meist in Lebensmitteldiscountern in größeren Orten einzukaufen, Problem mache die weite Entfernung zu ethnischen Ökonomien. 66 Prozent gaben an, ihre Religion zu praktizieren, zu 57 Prozent in den eigenen vier Wänden. Während Sport im Alltag große Bedeutung zugemessen wurde, gibt es allerdings bisher wenig Mitgliedschaften in Vereinen.

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