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ÖPNV: Wer macht was?

Beim ÖPNV gibt es nicht nur viele Aufgaben, sondern auch verschiedene Zuständigkeiten und Verantwortliche. Längst nicht alles, was man für einen funktionierenden ÖPNV braucht, liegt in Händen des Landkreises.

Der Landkreis ist zwar Aufgabenträger für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Das heisst, er soll die Daseinsvorsorge im Sinne einer Grundversorgung sicherstellen und kann zu diesem Zweck gewisse Vorgaben (sog. Bedienungsstandards) in einem Nahver-kehrsplan festsetzen.


Aber schon bei der Schülerbeförderung ist die Zuständigkeit nicht mehr allein beim Land-kreis. Er ist für die Beförderung der Schüler an den weiterführenden Schulen bis zur 10. Klasse verantwortlich. Die Schülerbeförderung an die Grund- und Mittelschulen ist jedoch Sache der Städte und Gemeinden.


Das Recht auf einer bestimmten Strecke einen öffentlichen Linienverkehr nach Fahrplan und mit festen Tarifen zu betreiben, hat nur der Unternehmer, der dafür die Konzession besitzt. Diese erteilt die Regierung von Niederbayern. Sie ist die Aufsichts- und Genehmigungsbe-hörde für den öffentlichen Personennahverkehr.


Ob und in welchem Umfang sie eine Linie betreiben, entscheiden die Verkehrsunternehmer nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen. Die Unternehmer legen den Fahrplan fest, ent-scheiden über den Tarif und müssen sich um die Ausstattung der Haltestellen (Fahrplanaus-hang) kümmern.

Für jede Veränderung im ÖPNV-Angebot sind alle genannten Akteure notwendig. Das alles muss das Landratsamt koordinieren, um Verbesserungen und Innovationen auf den Weg zu bringen.