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Braucht’s des? Ja, definitiv!

Regionalmanagement feiert 10-jähriges Jubiläum – Ein Vorbild für andere Landkreise

Braucht’s des? „Ja, definitiv!“, so Landrat Sebastian Gruber. Was damit gemeint ist? Das Regionalmanagement des Landkreises, welches nun sein 10-jähriges Jubiläum im Freilichtmuseum Finsterau feierte.


Zu den Feierlichkeiten kamen unter anderem Ministerialdirigent Christian Wunderlich in Vertretung von Staatsminister MdL Albert Füracker, Staatsminister a.D. Helmut Brunner, MdB Thomas Erndl, Regierungspräsident Rainer Haselbeck, MdL Max Gibis, mehrere Bürgermeister, Vertreter der Schulen sowie andere Regionalmanager. Die Moderation übernahm Regionalmanager Stefan Schuster. Mit waidlerischem Witz und Charme wurde die Veranstaltung vom Trio „Schleudergang“ musikalisch umrahmt.

In seinem Rückblick sagte Gruber, dass in den letzten zehn Jahren in der Region viel passiert sei. Während anfangs viele sich nichts unter einem Regionalmanagement oder dem dazugehörigen Manager vorstellen konnten und es auch politische Diskussionen hinsichtlich der Frage „Braucht’s des?“ gab, habe sich das Regionalmanagement bewährt und dazubeigetragen, Herausforderungen der Region zu bewältigen.


Gerade wenn man an die Wirtschaftskrise 2008/2009 denke, von der auch Freyung-Grafenau betroffen war, könne man, so der Landrat, stolz darauf sein, wie sich die Region bis heute wirtschaftlich und auch zu einer Technologie-Region hin entwickelt habe.


Mit einer derzeitigen Arbeitslosenquote von 1,9 Prozent liege man unter dem Wert Niederbayerns und sogar ganz Bayerns, ist also besser. „Das ist auch unser Anspruch“, so Gruber selbstbewusst.


Gruber selbst war neben Simone Hödl und aktuell Stefan Schuster zwei Jahre lang als Regionalmanager tätig. Die Arbeit habe ihm damals „sehr viel Spaß gemacht“.


Zudem bedankte sich Gruber bei Christian Wunderlich für die Unterstützung durch den Freistaat Bayern, die „bestens“ gewesen sei, vor allem auch in finanzieller Hinsicht. Der Dank ging auch an die anwesenden ehemaligen Landräte Alexander Muthmann und Ludwig Lankl für deren Engagement und allen, die bis heute zum Erfolg beigetragen haben.


Dazu zählte Gruber außerdem die Netzwerkpartner. Das Regionalmanagement lebe vom Austausch und der Zusammenarbeit mit diesen, um so das gemeinsame Ziel, (junge) Menschen hier zu halten, beibehalten zu können und zu zeigen, dass die Gegend ein attraktiver Lebens- und Arbeitsort ist.


Professor Dr. Markus Lemberger, Sprecher der Regionalmanager Bayern, betonte, dass das Regionalmanagement heutzutage keine Kür mehr ist, sondern sogar Pflicht sei. Lemberger sprach von den unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern eines Regionalmanagers. Unter anderem sei man Ideengeber, Promoter, aber auch Berater. Außerdem bezeichnete er Regionalmanager als Zukunftsforscher, die sich damit befassen, wo die Region in 15 oder 20 Jahren stehen kann. „Alles draußen geschieht sehr schnell, unser Job ist es, dran zu bleiben.“


In Zukunft müsse man besonders auf die Kommunikation und Vermittlung von Informationen an die „Millennials“ – Menschen, die um die Jahrtausendwende geboren wurden – achten. Diese sei anders als mit anderen Generationen und sehr digital bezogen.


Hinsichtlich des „Controllings“ des Regionalmanagements sei es laut Lemberger wichtig, dass man dieses langfristig ansetzt. Jetzt nach zehn Jahren könne man sagen, „dass das Ding fliegt.“


Lob für das Regionalmanagement FRG gab’s zudem von Ministerialdirigent Christian Wunderlich, der aufgrund der kurzfristigen Absage von Staatsminister Albert Füracker in Vertretung kam. Ihm gefalle der „Bottom up-Ansatz “ des Landkreises, also dass die Ideen aus der Region selbst kämen. Als Besonderheit nannte Wunderlich, dass das Regionalmanagement hier auf zwei Beinen stehe. Zum einen meine er damit den Vernetzungsgedanken und die zum anderen daraus entstehende Umsetzung von Projekten. Die Ideen umzusetzen sei dabei ein „Knochenjob“.


In Bayern ist das Regionalmanagement, so der Ministerialdirigent, mit fast 100 Prozent nahezu flächendeckend vertreten. Freyung-Grafenau selbst sei „ein Vorbild für andere Landkreise.“ Er würdigte die Power, die hinter allem stehe. Nicht umsonst sei Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in die Region gekommen, was man als Auszeichnung betrachten dürfe und worüber man stolz sein könne. „Sie sind gut aufgestellt.“ Sogar deutschlandweit ernte man Aufmerksamkeit.

Zukünftig wolle man das Regionalmangement in Bayern weiterentwickeln und die vielen Projekte fördern. Mittlerweile sei hierfür eine sechsjährige Förderung möglich, so Wunderlich. Zu den derzeitigen Förderschwerpunkten, werde außerdem noch ein weiterer Schwerpunkt hinzukommen: Thema Flächensparen. Also wie nutzt man die Flächen, die man hat, sinnvoll. „Das muss dann aber je nach Region beschlossen und umgesetzt werden. Eine bayernweite Lösung ist aufgrund der unterschiedlichen Gegebenheiten nicht realistisch“, so Wunderlich.
Zudem sind weitere Fördergelder möglich, wie beispielsweise im Rahmen eines ab sofort laufenden Wettbewerbs für vorbildhafte Regionalmanagements. FRG sei dabei sicherlich ein Kandidat für die engere Auswahl, so Wunderlich.

10 Jahre Regionalmanagement

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