Alle wichtigen Informationen rund um die Impfkampagne im Landkreis

Auch im Landkreis Freyung-Grafenau läuft seit dem 27. Dezember 2020 die Impfkampagne gegen das Corona-Virus. Aktuell wird im Landkreis Freyung-Grafenau ein stationäres Impfzentrum in Freyung betrieben, daneben gibt es eine Reihe mobiler Impfangebote an wechselnden Orten. Registrieren kann man sich unter https://impfzentren.bayern/. Informationen zu aktuellen Impfaktionen finden sie hier.

Informationen zum digitalen Impfnachweis

Da es immer wieder Fragen zu den Abläufen rund um den digitalen Impfnachweis gibt, hat das Bayerische Gesundheitsministerium eine Reihe von Schaubildern herausgegeben.

Detailliertere Informationen finden Sie auf der Seite https://www.stmgp.bayern.de/coronavirus/impfung/#digitaler-impfnachweis

Impfung von Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren

Die STIKO spricht nach der Zulassung für Comirnaty für 12-15-Jährige nun eine gemeinsame Empfehlung für die Altersgruppe der 12-17-jährigen Kinder und Jugendlichen aus. Aufgrund eines anzunehmenden erhöhten Risikos für einen schweren Verlauf der COVID-19-Erkrankung bei Kindern und Jugendlichen mit Vorerkrankungen empfiehlt die STIKO dieser Gruppe eine Impfung mit dem mRNA-Impfstoff Comirnaty (BioNTech/Pfizer).

Zu dieser Gruppe gehören Kinder und Jugendliche mit folgenden Vorerkrankungen:

-              Adipositas (>97. Perzentile des body mass index (BMI))
-              angeborene oder erworbene Immundefizienz oder relevante Immunsuppression
-              angeborene zyanotische Herzfehler (O2-Ruhe-Sättigung <80%)
-              schwere Herzinsuffizienz
-              schwere pulmonale Hypertonie
-              chronische Lungenerkrankungen mit einer anhaltenden Einschränkung der Lungenfunktion
-              chronische Niereninsuffizienz
-              chronische neurologische oder neuromuskuläre Erkrankungen
-              maligne Tumorerkrankungen
-              Trisomie 21
-              syndromale Erkrankungen mit schwerer Beeinträchtigung
-              Diabetes mellitus (Ein erhöhtes Risiko besteht bei einem nicht gut eingestellten Diabetes mellitus mit HbA1c-Werten >9,0%.)

Zusätzlich wird die Impfung Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren empfohlen, in deren Umfeld sich Angehörige oder andere Kontaktpersonen mit hoher Gefährdung für einen schweren COVID-19-Verlauf befinden, die selbst nicht geimpft werden können oder bei denen der begründete Verdacht auf einen nicht ausreichenden Schutz nach Impfung besteht (z. B. Menschen unter relevanter immunsuppressiver Therapie).

Eine berufliche Indikation aufgrund eines arbeitsbedingt erhöhten Expositionsrisikos oder eines arbeitsbedingt engen Kontaktes zu vulnerablen Personengruppen besteht auch für Jugendliche entsprechend den beruflichen Impfindikationsgruppen.

Der Einsatz von Comirnaty bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 12-17 Jahren ohne Vorerkrankungen wird derzeit nicht allgemein empfohlen, ist aber nach ärztlicher Aufklärung und bei individuellem Wunsch und Risikoakzeptanz des Kindes oder Jugendlichen bzw. der Sorgeberechtigten möglich.

NEU: Rescue-Impf-App - Digitale Unterstützung bei Sprachbarrieren zur Corona-Impfaufklärung

Zur Unterstützung des Impf-Personals in den Impfzentren steht eine neue App für die COVID-19-Impfaufklärung von nicht-deutschsprachigen oder sehgeschädigten Personen sowie von Gehörlosen zum kostenlosen Download bereit.

Die App ermöglicht den Zugang zu relevanten Informationen zu den verfügbaren Impfstoffen über eine interaktive Darstellung von Text oder Gebärdensprache auf dem Smartphone. Medizinisches Personal kann mit der App wichtige Informationen etwa zu Vorerkrankungen oder Allergien bei Personen, die sich impfen lassen wollen, in Erfahrung bringen.

Die App deckt mehr als 35 Sprachen einschließlich Gebärdensprache ab und ermöglicht eine rechtssichere Aufklärung und Anamneseerhebung. Dabei werden keine personenbezogenen Daten auf dem Smartphone oder Tablet erzeugt oder gespeichert.

Die Rescue-Impf-App wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit entwickelt. Alle Inhalte und Funktionen wurden in Abstimmung mit dem Robert Koch-Institut erstellt und sind medizin- und datenschutzrechtlich geprüft.

Download Poster:

aidminutes.rescue (COVID-19) App - Quick Tips (PDF)

App-Downloads:

Download im Google Play Store für Android™ - Android™ und Google Play sind Marken von Google LLC.

Download im App Store für Apple iOS + Apple iPadOS

Wer wird zuerst geimpft?

In den ersten Tagen waren zunächst vor allem die mobilen Teams im Einsatz und haben die ersten Impfungen im Landkreis in Einrichtungen wie Seniorenheimen durchführt. Man folgte damit einer entsprechenden Verordnung, die das Bundesgesundheitsministerium erlassen hat, die wiederum auf der Empfehlung der Ständigen Impfkommission aufbaut.

In die Gruppe mit der höchsten Priorität fallen nach dieser Empfehlung unter anderem die über 80-Jährigen, die Höchstbetagten, die Pflegebedürftigen. Zu dieser ersten Gruppe gehören aber auch medizinisches Personal auf Intensivstationen, in Notaufnahmen, im Rettungsdienst sowie das Personal im Pflegebereich. Die Bundesländer haben sich angesichts der besonderen Verwundbarkeit der Hochbetagten darauf verständigt, mit den Impfungen in Alten- und Pflegeheimen zu beginnen.

Willkommen in Ihrem Impfzentrum

FAQ - Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Corona-Impfung

Antworten auf eine ganze Reihe weiterer Fragen zum Thema Impfen gibt es auf einer eigens eingerichteten Seite der Bundesregierung unter: https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/coronavirus-impfung-faq-1788988

Wer führt die Impfungen durch?

Die Beratung und Betreuung der Impfwilligen im Testzentrum und in den mobilen Teams werden die örtlichen Hausärzte mit Unterstützung von Klinikärzten übernehmen. In den stationären Praxen kann vorerst nicht gegen das Coronavirus geimpft werden. Die Einteilung der Ärzte in die jeweiligen Schichten übernimmt Versorgungsarzt Dr. Peter Gahbauer in Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung. Die Impfung selbst führen medizinische Fachkräfte durch. Sie und die für die Anmeldung zuständigen Verwaltungsmitarbeiter stellt der Landkreis direkt bzw. der Dienstleister für die mobilen Teams.

Beim Impfzentrum selbst handelt es sich deshalb auch um eine reine Terminpraxis. Nur wer einen Termin vereinbart hat, wird dort auch geimpft werden. Eingerichtet wurden die Impfzentren in Freyung in der Passauer Str. 9, in Grafenau im ehemaligen Postgebäude, in der Spitalstraße 7 und in Waldkirchen im Pfarrheim im Büchl 1. Sie sind barrierefrei erreichbar und es gibt genügend Parkmöglichkeiten im Umfeld.

Wie bekomme ich einen Termin zur Impfung?

Die Impfung ist NUR MIT TERMINVEREINBARUNG möglich.

Bitte nutzen Sie hierfür das Online-Registrierungssystem. Besteht für Sie ausnahmsweise keine Möglichkeit zur Internetnutzung, ist auch eine telefonische Anmeldung über das Landratsamt möglich. Das Bürgertelefon ist unter der Telefonnummer 08551/57-470 erreichbar.

Auch ist eine Voranmeldung über die Kassenärztliche Vereinigung möglich: Telefonnummer 116 117 - die Anmeldungen werden an die zuständigen Kreisverwaltungsbehörden weitergeleitet.

Weitere Informationen zum Bayerischen Impfkonzept erhalten Sie auf der Internetseite des Bayerischen Impfzentrums.

Für Sie ist das Impfzentrum an Ihrem Wohnsitz oder am Ort Ihres ständigen Aufenthalts zuständig. Das gilt selbst, wenn ein anderes Impfzentrum für Sie näher liegt oder für Sie besser zu erreichen ist.

Das Online-Registrierungssystem besteht aus den beiden Stufen ‚Anmeldung‘ und ‚Terminvergabe‘. Zunächst melden Sie sich über das Online-Registrierungssystem unter Angabe Ihrer für die Priorisierung notwendigen Daten, wie beispielsweise Alter und Berufsgruppe, zur Impfung an. Nachfolgend werden die registrierten Personen mit der aktuell höchsten Priorität entsprechend der Coronaimpfverordnung je nach Verfügbarkeit der Impftermine von dem für Sie zuständigen Impfzentrum per SMS oder E-Mail (ggf. auch telefonisch) zur persönlichen Terminbuchung eingeladen.

Die Vergabe der Impftermine orientiert sich an der Zugehörigkeit zu der jeweils aufgerufenen Prioritätengruppe. So wird sichergestellt, dass immer die besonders gefährdeten Menschen zuerst geimpft werden.

Bitte beachten Sie: Sie müssen sich nur einmal registrieren und werden automatisch kontaktiert, sobald Sie an der Reihe sind. Eine weitere Kontaktaufnahme mit dem für Sie zuständigen Impfzentrum ist daher nicht erforderlich. Bitte verzichten Sie auch auf Nachfragen, da dies die Kapazitäten der Impfzentren belastet und zu Verzögerungen im Ablauf der Terminvereinbarungen führt.

Wie viele Impfungen werden am Tag durchgeführt?

Sowohl die Impfzentren als auch die beiden mobilen Impfteams haben jeweils eine Kapazität von bis zu 100 Impfungen pro Tag, außerdem hat das Klinikum die Möglichkeit eigene Mitarbeiter in der von der Ständigen Impfkommission vorgeschlagenen Priorisierung selbst zu impfen. Zwischen 300 und 350 Landkreisbürger kann man täglich impfen. Die Anzahl der Impfungen wird aber auch davon abhängen, wieviel Impfstoff gerade zu Beginn zur Verfügung stehen wird.

Wie läuft das Impfen ab?

Die stationären Impfzentren sind kompakt angelegt. Am Eingang wird ein Sicherheitsdienst stehen, der die Zugangskontrolle macht und mit einem Infrarot-Thermometer auch gleich Fieber bei den Besuchern misst, bevor sie an den Anmeldeschalter weiter verwiesen werden. Ist der entsprechende Fragebogen ausgefüllt, geht man in eines der beiden Aufklärungszimmer. In den abgeschlossenen Räumen wird ein Arzt das Gespräch mit den Patienten führen und Vorerkrankungen etc. abfragen. Anschließend geht es in eine der beiden Impfkabinen. Dort wird von einer medizinischen Fachkraft die Impfung durchgeführt. Ebenfalls vorhanden ist ein kleiner Ruhebereich und ein Abteil für etwaige Notfälle, auch die entsprechende Ausstattung etwa -ein Defibrillator- ist vorhanden. Hat man die erste Spritze bekommen, wird gleich ein Termin für die zweite Impfung ausgemacht. Nach 30 Minuten sollte das Ganze abgeschlossen sein.

Bei den beiden mobilen Teams unterstützt der Freyunger Rettungsdienst Stadler den Landkreis und hat dafür unter anderem einen Bus umgerüstet. Der Bus ist im Prinzip nichts anderes als eine stationäre Praxis. Auch im Bus gibt es Extra-Bereiche für die Anmeldung, für das Aufklärungsgespräch und die Impfung.

Im Einsatz werden in der stationären Praxis und bei den mobilen Teams pro Schicht drei Personen sein, ein Arzt, eine medizinische Fachkraft und ein Verwaltungsangestellter.

NEUERUNGEN ZUR ANMELDUNG

Bayern hat die Anmeldungen für Corona-Impfungen im Internet vereinfacht. Es können sich nun bis zu fünf Menschen mit einer einzigen E-Mail-Adresse für eine Impfung registrieren. Es ist wichtig, die Nutzung einer gemeinsamen E-Mail-Adresse für mehrere Menschen zuzulassen. Deshalb wurde diese Anpassung der Software im Registrierungsportal BayIMCO umgesetzt.

Bislang konnte sich pro E-Mail-Adresse nur ein Mensch registrieren. BayIMCO steht für „Bayerisches Impfmanagement gegen Corona“ und ist der Name der Software, die der Freistaat für das Impfmanagement entwickelt hat. Über BayIMCO können sich Impfwillige online registrieren und bekommen dann je nach Zugehörigkeit zu den Priorisierungs-Gruppen einen Impftermin angeboten.

Einzelfallentscheidungen bei der Impfpriorisierung

Die Bayerische Impfkommission hat die Arbeit aufgenommen. Das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege hat eine Impfkommission eingerichtet. Diese besteht aus fünf Mitgliedern und ihr gehören drei Ärzte, eine Person mit der Befähigung zum Richteramt sowie eine in medizinethischen Fragen ausgewiesene Person an. Seit 01. März 2021 ist dieBayerische Impfkommission unter der Geschäftsstelle Marchionistraße 15, 81377 München; E-Mail: antrag@impfkommission.bayern; Website: www.impfkommission.bayern zu erreichen.

Der Bayerischen Impfkommission kommt die Aufgabe zu, in eigener Sachkompetenz objektiv und zentralisiert für den Freistaat Bayern anhand der konkreten Einzelfälle ärztliche Zeugnisse über das Vorliegen eines sehr hohen, hohen oder erhöhten Risikos für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 zu erstellen.

Es wird über Fälle von Personen entschieden, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein sehr hohes oder hohes bzw. erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht, aber gerade keine der ausdrücklich in der Coronavirus-Impfverordnung benannten Erkrankungen vorliegt.

Folgende Angaben und Unterlagen sind erforderlich

  • Persönliche Angaben: Vor- und Nachname, Geschlecht, Geburtsdatum, Alter, Anschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse (sofern vorhanden)
  • Nachweis einer Einzellfallentscheidung gemäß Antragsformular, dieses darf nicht älter als vier Wochen sein (maßgeblich: Datum der Antragstellung)
  • Ärztliche Unterlagen zur Darlegung der medizinischen Gründe für die Antragsstellung als Einzelfallentscheidung
  • Einverständniserklärung zur Datenweitergabe und Schweigepflichtentbindung des jeweiligen Arztes bzw. der jeweiligen Ärztin gemäß Antragsformular
  • Datum der Antragstellung und Unterschrift

Weitere Informationen sowie der Antrag sind unter www.impfkommission.bayern zu finden.

 

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat eine Coronavirus-Hotline eingerichtet. Unter der Telefonnummer 09131/6808-5101  können Bürgerinnen und Bürger ihre Fragen stellen.


Bürgertelefon

Das Bürgertelefon des Landkreises Freyung-Grafenau ist in der Zeit von Montag bis Freitag (außer an Feiertagen) von 8:00 bis 12:00 Uhr über die Telefonnummer 08551 57-470 erreichbar.

Parallel dazu sind jederzeit auch per E-Mail unter buergerservice@landkreis-frg.de Anfragen möglich.
Das Gesundheitsamt ist auch am Wochenende unter der E-Mail-Adresse gesundheitsamt@landkreis-frg.de erreichbar.


Fragen und Antworten zum Impfen in FRG

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