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Lokale Aktionsgruppe unterstützt Radprojekt, Obstlehrgarten, mobile Bühne und Bürgerengagement

Die Nachfrage nach Fördergeldern aus dem EU-Programm LEADER ist ungebrochen groß. Auch die Herbstsitzung des Steuerkreises der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Landkreis Freyung-Grafenau war durch eine umfassende Tagesordnung geprägt.

Pressestelle Logo violettEin Einzelprojekt, zwei Kooperationsprojekte sowie zwei bürgerorientierte Maßnahmen erhalten finanzielle Unterstützung aus dem LEADER-Topf. Aktuell stehen der LAG Landkreis Freyung-Grafenau für die bis 2020 laufende Förderperiode noch Mittel für die Projektförderung in Höhe von rund 280.000 Euro zur Verfügung.

Nach einer kurzen Begrüßung durch die LAG-Vorsitzende Renate Cerny berichtete LAG-Geschäftsführer Tobias Niedermeier über den aktuellen Umsetzungsstand der Lokalen Entwicklungsstrategie: „Fast alle Projekte - für die der Steuerkreis eine Förderung beschlossen hat - konnten in der Zwischenzeit zum Antrag gebracht werden, bei den meisten liegt auch der Zuwendungsbescheid vor. Einige Projekte  - darunter auch die Bewegungsparks in Röhrnbach, Schönbrunn am Lusen und in Zenting – wurden bereits fertiggestellt. Die Antragsteller haben die zugesagte Förderung ausbezahlt bekommen. Erfreulich ist die Budgeterhöhung je LAG in Höhe von 58.000 Euro, die für die Projektförderung verwendet werden können und so der Region zu Gute kommen.“

Die ILE Abteiland ist momentan dabei, ihr bestehendes Radwegenetz „Von Fluss zu Fluss“ aufzuwerten. Die Geschäftsführerin der Regionalinitiative Passauer Land, Dr. Ursula Diepolder, stellte das Kooperationsprojekt vor: „Mit diesem Projekt soll das äußerst attraktive Radwegenetz im Abteiland - einem Gebiet nördlich der Donau bis hin zur Tschechischen Grenze - ins Bewusstsein der Bevölkerung gelangen. Prominente Hauptroute von Nord nach Süd ist der Donau-Wald-Radweg. Weitere Ziele sind die Förderung der Vernetzung der ILE-Kommunen untereinander und mit den angrenzenden Ländern Österreich und Tschechien sowie die Schaffung einer touristischen Klammer. Inhalt des LEADER-Antrags ist in erster Linie die öffentlichkeitswirksame Darstellung des Radwegenetzes und dessen Bewerbung.“ Trotz unterschiedlicher Einschätzung seitens der Gremiumsmitglieder, was den Mehrwert des Projekts für die Region betrifft, wurde einer LEADER-Förderung einstimmig zugestimmt.

Bereits auf der letzten Sitzung stellte der Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege, Franz Bogner, das Projekt „Aufwertung des Obstlehrgartens Eckertsreut“ vor: „Seit 1997 erfreut sich der Kreisobstlehrgarten in Eckertsreut bei Ringelai großer Beliebtheit, allerdings ist er mittlerweile in die Jahre gekommen. Um die Einrichtung für Besucher noch attraktiver zu machen, sollen nun mit Unterstützung von LEADER unter anderem die Infoeinrichtungen (Beschilderung, Infotafeln) auf einen zeitgemäßen Stand gebracht werden und Naturerlebnismöglichkeiten - insbesondere für Kinder und Jugendliche - integriert werden.“ Nachdem das Projekt in den letzten Monaten – wie vom Steuerkreis gefordert – konkretisiert wurde, konnte der Beschluss gefasst werden. Die Steuerkreismitglieder unterstützen diese Initiative und haben einer LEADER-Förderung mit einem Fördersatz in Höhe von 60 % einstimmig zugestimmt.

Bereits auf der letzten Sitzung wurde grünes Licht für eine LEADER-Förderung für die „Mobile Bühne im Ilzer Land“ gegeben. Vom Ilzer Land inspiriert, plant nun auch die ILE Sonnenwald unter Federführung der Marktgemeinde Hengersberg eine solche Bühne anzuschaffen. Das geplante Projekt stellte ILE-Vorsitzender und Bürgermeister Leopold Ritzinger vor. Auch hier stimmte die LAG einer Förderung zu.

In dieser Förderperiode ist es erstmals möglich, Kleinprojekte, die das bürgerschaftliche Engagement stärken, zu fördern. Das Entscheidungsgremium sprach sich für eine Förderung von Maßnahmen zur

Wiederbelebung der Marktrichtertage in Waldkirchen aus und wird der Erstellung einer Radkarte mit den schönsten E-Bike-Touren um Waldkirchen, die die Senioren E-Bike Gruppe Waldkirchen auf den Weg bringen möchte, finanziell unterstützen. Niedermeier stellte fest, dass bisher relativ wenige Maßnahmen, die über das Projekt „Unterstützung Bürgerengagement“ gefördert werden sollen, eingereicht wurden. Künftig sollte diese Fördermöglichkeit noch stärker in die Öffentlichkeit getragen werden.

Abschließend bedankte sich Renate Cerny bei den Mitgliedern für die Teilnahme und die sachliche Diskussionskultur und lud zur Mitgliederversammlung am 18.12.2018 ein.

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