Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit oder nachhaltige Entwicklung bedeutet, die Bedürfnisse der Gegenwart so zu befriedigen, dass die Möglichkeiten zukünftiger Generationen nicht eingeschränkt werden. Dabei ist es wichtig, die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit – wirtschaftlich effizient, sozial gerecht, ökologisch tragfähig – gleichberechtigt zu betrachten.

Seit der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung, die 1992 in Rio de Janeiro stattfand, ist die nachhaltige Entwicklung als globales Leitprinzip international akzeptiert. Konkrete Ansätze zu ihrer Umsetzung finden sich in der in Rio verabschiedeten Agenda 21.

Die Agenda 2030

In Fortführung der Agenda 21 wurde im September 2015 von den Vereinten Nationen die Agenda 2030 verabschiedet. Sie hat zum Ziel globale Herausforderungen gemeinsam zu lösen und allen Menschen weltweit ein Leben in Würde im Einklang innerhalb der ökologischen Grenzen zu ermöglichen. - ein Aktionsplan für die Menschen, den Planeten und den Wohlstand

Darin definiert sind die 17 Ziele für Nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, kurz SDGs). Diese Ziele sind universell anwendbar, bilden einen gemeinsamen Bezugsrahmen und sind auch in Deutschland für Bund, Länder und Kommunen handlungsleitend.

Das Projekt Global Nachhaltige Kommune

Auch der Landkreis Freyung-Grafenau bekennt sich per Kreistagsbeschluss im April 2021 zur Umsetzung der Agenda 2030.

Als ersten Schritt zur Umsetzung wurde eine Bewerbung für das Förderprojekt Global Nachhaltige Kommune eingereicht. Als eine von neun Projektkommunen in Bayern wird der Landkreis Freyung-Grafenau nun bei der Erstellung einer eigenen kommunalen Nachhaltigkeitsstrategie betreut.

Zur Lokalisierung der SDGs werden in dem Projekt in einem kooperativen Planungsverfahren mit Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft lokale integrierte Nachhaltigkeitsstrategien im Kontext der SDGs entwickelt. Begleitende Vernetzungstreffen fördern zudem den interkommunalen Fachaustausch. Ziel ist es, die globalen Nachhaltigkeitsziele auf die kommunale Ebene „herunterzubrechen“ und eine kommunale integrierte Nachhaltigkeitsstrategie mit konkreten Zielsetzungen für eine nachhaltige Entwicklung zu erarbeiten. Dabei werden die SDGs und Themen der kommunalen Entwicklungspolitik systematisch in die kommunalen Strukturen integriert und schafft dadurch einen verbindlichen Rahmen für nachhaltiges Handeln in der in der Kommune. Dabei werden die globalen Auswirkungen des Handelns vor Ort verdeutlicht und die Bedeutung der globalen Verantwortung von Kommunen hervorgehoben.

Gleichstellungsstelle
Sachgebiet 50 - Liegenschaften, Schulen, Energie, Kreiseigener Hochbau
Verena Holzbauer B.Eng., Klimaschutzmanagerin
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