Wie gelingt es, junge Menschen besser auf die Arbeitswelt vorzubereiten und ihnen Perspektiven in der Region aufzuzeigen? Antworten darauf lieferte erneut die von den Regionalmanagements der Landkreise Freyung-Grafenau und Deggendorf initiierte zweitägige Lehrkräftefortbildung zur beruflichen Orientierung. Auch in diesem Jahr nutzten zahlreiche Lehrkräfte aller weiterführenden Schularten die Gelegenheit, hinter die Kulissen regionaler Betriebe und Einrichtungen zu blicken und den direkten Austausch mit Verantwortlichen vor Ort zu suchen.
Im Mittelpunkt der zweitägigen Veranstaltung standen vier Stationen in beiden Landkreisen: die Pinter Guss GmbH in Deggendorf, das Donau-Isar-Klinikum Deggendorf, das Modehaus Garhammer in Waldkirchen sowie das Staatliche Berufliche Schulzentrum Waldkirchen mit der Abteilung Bau- und Holztechnik. Die Bandbreite der Einblicke – von industrieller Fertigung über Gesundheitswesen bis hin zu Handel und beruflicher Bildung – verdeutlichte eindrucksvoll die vielfältigen Karrierechancen in der Region.
Die teilnehmenden Lehrkräfte zeigten sich durchweg beeindruckt von der Vielseitigkeit und dem Engagement der Betriebe. „Es ist enorm wertvoll, die Arbeitswelt so konkret kennenzulernen. Diese Eindrücke können wir direkt in unseren Unterricht einbringen und unseren Schülerinnen und Schülern viel authentischer vermitteln“, betonte eine Lehrerin aus dem Landkreis Deggendorf. Ein Kollege ergänzte: „Gerade der persönliche Austausch mit den Verantwortlichen hilft uns, aktuelle Anforderungen und Entwicklungen besser zu verstehen.“
Neben praxisnahen Einblicken bot die Fortbildung vor allem Raum für Dialog. Vertreterinnen und Vertreter der Unternehmen nahmen sich Zeit, um Fragen zu beantworten und Erwartungen an zukünftige Fachkräfte zu erläutern. Dabei wurde deutlich, wie wichtig frühe Orientierung und realistische Einblicke in Berufsbilder sind.
Organisiert wurde die Veranstaltung von den Regionalmanagements beider Landkreise, die damit ihre zentrale Rolle als Schnittstelle zwischen Schule und Wirtschaft unter Beweis stellten. Stefan Schuster, Regionalmanager des Landkreises Freyung-Grafenau, zog ein positives Fazit: „Der direkte Austausch zwischen Lehrkräften und Unternehmen ist ein entscheidender Baustein für eine gelingende berufliche Orientierung. Nur wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen, können wir jungen Menschen zielorientiert die vielfältigen Chancen in unserer Region aufzeigen.“
Die Fortbildung machte deutlich, dass beide Seiten profitieren: Lehrkräfte gewinnen wertvolle Einblicke und Kontakte, während Unternehmen die Möglichkeit erhalten, frühzeitig auf sich aufmerksam zu machen und für ihre Ausbildungsangebote zu werben. So wird ein landkreisübergreifendes Netzwerk auf- und ausgebaut, das langfristig dazu beiträgt, Fachkräfte in der Region zu sichern.
Mit großem Engagement und Offenheit haben die beteiligten Betriebe und Einrichtungen diese Zusammenarbeit unterstützt – ein Einsatz, der von allen Seiten hohe Anerkennung fand. Die Regionalmanagements planen daher, den erfolgreichen Dialog zu erweitern.




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