Bayerische Regionalmanagements als Zukunftsmotor

Wie können Bayerns Regionen ihre Zukunft aktiv gestalten? Diese zentrale Frage stand im Mittelpunkt der Auftaktveranstaltung der Reihe „Regio.PULS – Neue Impulse für die Region“, zu der das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie nach Landshut eingeladen hatte.
Ein Schwerpunkt lag dabei auf der künftigen Entwicklung Niederbayerns und der Oberpfalz.

Unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Politik, Wirtschaft und Regionalentwicklung herrschte schnell Einigkeit: Das Instrument des Regionalmanagements kann bei der Sicherstellung der Zukunftsfähigkeit der Regionen eine Schlüsselrolle spielen.

Regionalmanagement gilt insgesamt als bewährtes und etabliertes Werkzeug, um regionale Stärken gezielt zu fördern, Akteure zu vernetzen und innovative Entwicklungsprozesse anzustoßen. Gerade in Zeiten von Digitalisierung, demografischem Wandel und Transformationsdruck bietet es den bayerischen Regionen die nötige Struktur, um Zukunft aktiv zu gestalten – und nicht nur auf Veränderungen zu reagieren.

Dem Thema „Zukunftsfähigkeit“ widmete sich das Format in vier sogenannten Zukunftsateliers – praxisorientierte Workshops, in denen konkrete Themen bearbeitet und neue Ansätze entwickelt wurden. Eines dieser Ateliers wurde von Stefan Schuster, Regionalmanager des Landkreises Freyung-Grafenau, geleitet. Unter dem Titel „Regionale Identität 2036 – neu erzählt!“ beschäftigte sich die Arbeitsgruppe mit der Frage, was regionale Identität in Ostbayern heute ausmacht – und wie sich diese in den kommenden zehn Jahren voraussichtlich verändern wird.

Dabei diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowohl traditionelle Werte wie beispielsweise Heimatverbundenheit und kulturelles Erbe als auch neue Einflüsse durch Zuzug, Digitalisierung und veränderte Lebensmodelle. Ziel war es, ein gemeinsames Verständnis von Identität zu entwickeln, das Vergangenheit und Zukunft miteinander verbindet.

Ergebnis des Workshops war eine Team-Skulpturarbeit, die die Inhalte visualisierte und zentrale Aspekte sowie Entwicklungslinien der regionalen Identität festhielt. Diese Visualisierung präsentierte Schuster im Rahmen eines sogenannten „Gallery Walks“ dem Bayerischen Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie Hubert Aiwanger. Der Gallery Walk bot Gelegenheit, die Ergebnisse aller Zukunftsateliers kompakt vorzustellen und direkt mit politischen Entscheidungsträgern zu diskutieren.

Besondere Aufmerksamkeit galt darüber hinaus einer Podiumsdiskussion zum Thema „Region im Fokus: Neue Antworten auf regionale Herausforderungen“. Die bayerischen Regionen stehen heute vor tiefgreifenden Herausforderungen, die ihre Zukunft maßgeblich prägen werden. Digitalisierung, Dekarbonisierung, wirtschaftliche Transformation, Fachkräftemangel, demografischer Wandel sowie nachhaltige Mobilitäts- und Siedlungsentwicklung sind nur einige der komplexen Themen, die es zu bewältigen gilt. Einer der Mitdiskutanten war Freyungs Erster Bürgermeister und Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich, der unter anderem mutiges Machertum forderte, um die anstehenden Herausforderungen als Region aktiv anzugehen und erfolgreich zu bewältigen.

Insgesamt machte die Veranstaltung deutlich: Regionalmanagement ist weit mehr als ein administratives Instrument. Es ist eine Plattform für Dialog, Innovation und gemeinsames Gestalten – und damit ein entscheidender Baustein für eine erfolgreiche Zukunft der Regionen Bayerns.

Das Team des Regionalmanagements Freyung-Grafenau mit Regionalmanager Stefan Schuster und der Projektassistenz Chiara Löw präsentierte Staatsminister Aiwanger die Ergebnisse der Arbeitsgruppe „Regionale Identität“.
Foto: Landkreis Freyung-Grafenau

Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich appellierte im Rahmen einer Podiumsdiskussion an Akteurinnen und Akteure der Regionalentwicklung, mutig voranzugehen.
Foto: Landkreis Freyung-Grafenau


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