Der Landkreis Freyung‑Grafenau setzt seine erfolgreiche Sonnenschutz-Initiative fort. Nachdem bereits letztes Jahr erste Freibäder mit UV‑Indextafeln ausgestattet wurden, erhalten nun weitere dreizehn Freibäder und Badeseen im Landkreis die gut sichtbaren Infotafeln. Sie führen über einen QR-Code mit einem Klick zum standortbezogenen tagesaktuellen UV‑Index und geben konkrete Empfehlungen für gesundheitsbewusstes Verhalten in der Sonne.
Die Aktion wird von dem Gesundheitsamt gemeinsam mit der Gesundheitsregionplus Freyung‑Grafenau und der AOK Direktion Bayerwald-Deggendorf umgesetzt und soll Besucherinnen und Besucher für die Risiken intensiver UV‑Strahlung sensibilisieren. „Gerade an Badeseen und in Freibädern verbringen Menschen oft viele Stunden in der Sonne – häufig ohne sich der tatsächlichen UV‑Belastung bewusst zu sein. Dabei erkranken jährlich immer mehr Menschen neu an Hautkrebs. Diese Krebsart ließe sich sehr einfach vermeiden: durch richtigen UV-Schutz“, erklärt Dr. Lena Mautner, am Gesundheitsamt zuständig für den umweltbezogenen Gesundheitsschutz. „Die Tafeln helfen dabei, schnell einzuschätzen, wie intensiv die Strahlung ist und welche Schutzmaßnahmen sinnvoll sind.“
Die Installation der UV‑Indextafeln ist Teil eines umfassenden Präventionskonzepts des Landkreises, das bereits in Kitas und Schulen mit Informationsmaterialien, UV‑Tafeln und Projekttagen rund um das Thema Sonnenschutz umgesetzt wird. Frühzeitige Aufklärung ist gerade in diesem Bereich wichtig, da die Haut von Kindern und Jugendlichen ungeschützt besonders empfindlich gegenüber der UV-Strahlung der Sonne ist. Mit der Ausweitung auf Freibäder und Badeseen erreicht der Landkreis nun noch mehr Menschen und setzt ein klares Zeichen für Gesundheitsförderung und Prävention.
„Was wir in den Kindergärten begonnen haben, setzen wir nun im öffentlichen Raum fort. Sonnenschutz ist nicht nur ein Thema für Kinder – er betrifft uns alle. Die Zeit, in der die Haut der Sonne ungeschützt ausgesetzt ist, spielt eine große Rolle. Sie summiert sich im Laufe des Lebens. Die UV‑Tafeln in Freibädern und an Badeseen machen auf die unsichtbaren Gefahren der UV‑Strahlung aufmerksam. Sie unterstützen Menschen jeden Alters dabei, sich richtig zu schützen“, erklärt Dr. Mautner.
Der Mensch verfügt über kein Sinnesorgan, das die unsichtbare ultraviolette Strahlung der Sonne wahrnehmen könnte. Ein hilfreiches Instrument ist daher der UV-Index (UVI). Der UVI zeigt auf einen Blick, wie hoch das Risiko für Sonnenbrand an einem bestimmten Tag ist. Je höher der UVI, desto wichtiger sind Schutzmaßnahmen wie Schatten aufsuchen, schützende Kleidung, Kopfbedeckung, Sonnenbrille mit UV‑Filter und Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor. Die auf den Tafeln zu findenden Hinweise entsprechen den Empfehlungen der Deutschen Krebshilfe und der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention und sollen Badegästen helfen, Hautschäden und langfristige Risiken wie Hautkrebs vorzubeugen. „Die AOK will gemeinsam mit regionalen Partnern über die Bedeutung von Sonnenschutz in Zeiten des Klimawandels aufklären“, so die AOK-Beiratsvorsitzende Kathrin Zellner.
Auch die Kommunen begrüßen die Ausweitung der Aktion. Der Naturbadeweiher Hohenau zählt zu den Standorten, an denen eine UV‑Tafel installiert wurde. Bürgermeister Josef Gais betont: „Unsere Badeseen sind wertvolle Orte der Erholung und tragen entscheidend zur Lebensqualität in unseren Gemeinden bei. Mit den neuen UV‑Indextafeln möchten wir auf ein gesundheitsbewusstes Sonnenbaden aufmerksam machen. Die Tafeln sollen unsere Bürgerinnen und Bürger wie auch Gäste sensibilisieren, sich gut zu schützen und die Sonne verantwortungsvoll zu genießen.“

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