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Erteilung einer Ausnahmegenehmigung vom Mindestalter

für den Erwerb der Fahrerlaubnisklasse AM

 

In Bayern wird an dem (grundsätzlich) geltenden Mindestalter von 16 Jahren für die Fahrerlaubnis der Klasse AM festgehalten. Die Fahrerlaubnisbehörden können jedoch im Einzelfall Ausnahmegenehmigungen erteilen (§ 74 Abs. 1 und 2 i. V. m. § 10 FeV).

Die Entscheidung im Einzelfall bewegt sich unter Wahrung staatlicher Schutzpflichten im Spannungsverhältnis von Verkehrsfreiheit und Verkehrssicherheit. Neben den Interessen des Bewerbers sind deshalb insbesondere auch die Interessen der anderen Verkehrsteilnehmer an einer sicheren Verkehrsteilnahme zu würdigen.

 

Die Erteilung einer Ausnahmegenehmigung für den Erwerb einer Fahrerlaubnis der Klasse AM ist nur im Einzelfall und nur unter folgenden Voraussetzungen möglich:

  • bei Vollendung des 15. Lebensjahres sowie
  • bei Vorliegen eines individuellen Bedarfs (siehe a) und
  • der erforderlichen körperlichen und geistigen Eignung (siehe b)

 

Das Vorliegen der Voraussetzung ist vom Antragsteller zu begründen und nachzuweisen.

 

a) Vorliegen eines individuellen Bedarfs

Der/Die Bewerber/-in um eine (vorgezogene) Fahrerlaubnis muss die Tatsachen, welche aus seiner/ihrer Sicht das Vorliegen seines/ihres individuellen Bedarfs begründen, nachvollziehbar vortragen und ggf. durch Nachweise belegen.

Nachweise können beispielsweise durch die Vorlage der Schulbestätigung, des Ausbildungsvertrags oder einer Mitgliedschaftsbestätigung des Sportvereins, etc. erbracht werden.

Bei Vorliegen eines individuellen Bedarfs kann die Ausnahmegenehmigung in der Regel "pauschal" für den Geltungsbereich des Umkreises von 35 km um den Wohnort des Antragstellers/der Antragstellerin erteilt werden. Zusätzlich können gegegenenfalls auch längere Strecken streckenbezogen in den Geltungsbereich der Ausnahmegenehmigung mit aufgenommen werden, wenn der Antragsteller einen individuellen Bedarf für diese Strecke nachweisen kann.

 

b) Vorliegen der erforderlichen körperlichen und geistigen Eignung

Der/Die Bewerber/-in hat das Vorliegen der notwendigen Verkehrsreife und den Ausschluss einer pubertätsbedingten Reifeverzögerung regelmäßig durch eine schriftliche Erklärung der Sorgeberechtigten nachzuweisen.

In begründeten Zweifelsfällen kann die Fahrerlaubnisbehörde die Vorlage eines medizinisch-psy-chologischen Gutachtens über das Vorliegen der notwendigen Verkehrsreife fordern.

 

Der gesetzliche Vertreter ist dazu verpflichtet, der zuständigen Kraftfahrzeugversicherung vor der ersten Nutzung des Fahrzeugs schriftlich mitzuteilen, dass der Antragssteller/in eine Ausnahmegenehmigung vom Mindestalter beantragt hat.

Die Ausnahmegenehmigung wird grundsätzlich unter dem Vorbehalt des Widerrufs erteilt, um bei einer Fahrauffälligkeit angemessen reagieren zu können. Diese Auflage entfällt, wenn der Fahrerlaubnisinhaber das 16. Lebensjahr vollendet hat.

 

Gebühr

Die Bearbeitungsgebühr für die Genehmigung der Ausnahme Mindestalter der Klasse AM beträgt 50,00 €

Sachgebiet 32 - Verkehrswesen, Fahrerlaubnisrecht, KFZ-Zulassung
Theresa Friedsam Sachbearbeiterin

Antrag

auf vorzeitige Erteilung der Fahrerlaubnis Kl. AM pdf | 2 MB
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