Auf Erkundungstour in den Museen

Internationaler Museumstag lockt Freyunger und Auswärtige ins Schramlhaus und Schloss Wolfstein

Ihre Pforten geöffnet hatten am Museumstag auch die beiden Freyunger Museen, das Heimatmuseum im Schramlhaus und das Museum Jagd-Land-Fluss im Schloss Wolfstein. Im Schramlhaus gab es unter dem Tagesmotto „Wolfsteiner Heimatschätze“ Informationen über Tragekissen und über Goldhauben. Im Museum „Jagd-Land-Fluss“ im Schloss Wolfstein besichtigten die Besucher neben dem Museum auch die Sonderausstellung der „Donau-Waldgruppe“. Begeistert erkundeten vor allem die jungen Besucher das Museum im Rahmen der „Rallye durch das Museum“. Im Schramlhaus wurden die Besucher vom Trio „Vielharmonie“ auch musikalisch unterhalten. Viele der Gäste wanderten von einem Museum zum anderen.

„Menschliches Wissen von Generation zu Generation weitergegeben“, unter diesem Motto präsentierte das Heimatmuseum im Schramlhaus seine Schätze. Während „Vielharmonie“ im Innenhof des Schramlhauses aufspielte, erkundeten die Besucher das Haus. Auch Bürgermeister Dr. Olaf Heinrich war gekommen, um die Gäste zu begrüßen.

Andrea Maier als Chefin der Freyunger Goldhaubengruppe, die selbst eine Goldhaube gestickt hatte, bot den Besuchern interessantes über die Geschichte der Goldhaube, den Ursprung der Form und deren Weiterentwicklung, sowie über das Verbreitungsgebiet. Sie konnte anhand von Literatur auch belegen, dass Goldhauben tatsächlich im Raum Wolfstein Tradition haben. Im Zwiegespräch mit Renate Liebl erfuhren die Zuhörer, dass eine Goldhaube einst den Wert eines Pferdes und ihren Ursprung im Linzer Raum hatte. Wer es sich leisten konnte, gönnte seiner Gattin diesen sehr wertvollen Kopfschmuck, denn ohne Kopfbedeckung durften verheiratete Frauen früher nicht aus dem Haus gehen, wie Andrea Maier erklärte. Museumskurator Max Raab wiederum führte die Besucher durch den Troadkasten und schilderte dessen bewegte Geschichte.

Gemeinsam mit dem ehemaligen Kreisheimatpfleger Hanns Gruber präsentierte Renate Liebl den Heimatschatz „Tragekissen“. Hanns Gruber selbst hatte die Tragekissen im Raum Grainet entdeckt und von Fürholzer Frauen erworben. Kaum jemand kannte die Verwendung der runden Stoffkissen, die früher dem Transport z. B. von Mehl- Gries- und Zuckersäcken diente. Gefüllt mit Tierhaaren waren sie liebevoll verziert nützliche Hilfe beim „Heimbringen des Einkaufes“ über viele Kilometer. Voll Stolz erklärte Renate Liebl den Gästen, dass die Tragekissen unter 600 eingereichten Ausstellungsstücken von rund 300 Museen ausgewählt und in die Liste der 100 Heimatschätze aufgenommen wurden.

Auch das Museum im Schloss Wolfstein präsentierte sich informativ und unterhaltsam. Mit der Sonderausstellung der „Donau-Wald-Gruppe“, unter deren „Marke“ zahlreiche Künstler von 1946 bis 1990 Ausstellungen organisierten und die Kunst nach dem dritten Weltkrieg wieder als „Größe“ etablierten, fand die Dauerausstellung der Galerie Wolfstein großes Interesse. Das Museum im Schloss Wolfstein präsentierte sein Leitmotiv die Jagd, zu Wasser oder zu Land, aber auch in Hinblick auf den Kampf um Lebensräume, speziell im Grenzgebiet. Sowohl die jungen Besucher, als auch Erwachsene nutzten die interaktiven Stationen um die Präsentationen zu ergründen.

Für die jüngeren Besucher boten die Organisatoren die „Museumsrallye im Museum Jagd Land Fluss“ an. Anhand des Handzettels galt es quer durch das Museum Fragen zu beantworten. Dabei musste man natürlich ganz aufmerksam durchs Museum gehen. Die Rallye erforderte einerseits die Infotexte genau zu lesen, ermunterte aber auch zu Aktivitäten, Unter anderem konnten die Kinder testen, wie weit sie springen können, wie ein Feldhase, Hund oder Wolf.

Insgesamt zeigten sich die Museumsleitungen sehr zufrieden mit dem Besuch.


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