Wie lässt sich ein Museumsbesuch spielerisch entdecken? Mit genau dieser Frage beschäftigte sich eine Schülergruppe der Realschule Freyung im Rahmen ihrer Projekttage im Schloss Wolfstein. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die vier Neuntklässler entwickelten ein eigenes Quartettspiel rund um die Tierwelt des Museums „Jagd Land Fluss“ – inklusive durchdachtem Prototyp und selbst gestalteter Spieleverpackung.
Tobias Pinker, Jona Degenhart, Julian Eberl und Matthias Bogner aus der Klasse 9a tauchten zunächst intensiv in die Inhalte des Museums ein. Ziel des Projekts war es, ein analoges Spiel zu entwerfen, das Besucherinnen und Besuchern dabei hilft, Themen wie Natur, Lebensräume und Tierwelt auf spielerische Weise zu entdecken. Nach einer Einführung in mögliche Spielmechaniken entwickelten die Schüler Schritt für Schritt ihr eigenes Konzept – von der Themenwahl über Regeln bis hin zum ersten Materialentwurf.
Die Gruppe entschied sich für ein klassisches Quartett zu den im Museum präsentierten Tierarten. Mit viel Sorgfalt recherchierten die Jugendlichen passende Inhalte, strukturierten die Karten und achteten darauf, dass das Spiel sowohl verständlich als auch museumspädagogisch sinnvoll ist. In mehreren Testphasen wurde der Prototyp erprobt und weiter verbessert. Besonders beeindruckend war der hohe gestalterische Anspruch der Schüler: Neben dem spielbaren Kartensatz entwarfen sie eine hochwertige Spieleverpackung mit handgemaltem Design. So entstand ein rundum durchdachtes Produkt, das fachliche Inhalte, Spielspaß und kreative Gestaltung überzeugend verbindet.
Vor Ort überzeugten sich sowohl Betreuungslehrkraft Matthias Simmerl als auch Schulleiterin Ursula Stegbauer-Hötzl persönlich von der engagierten und konzentrierten Arbeit der Schüler. Auch Museumsleiterin und Projektbetreuerin Gabriela Rauscher zeigte sich sehr stolz auf die Leistung der jungen Entwickler und lobte insbesondere die gelungene Verbindung von Kreativität, Fachwissen und Teamarbeit.
Die Projektarbeit zeigt eindrucksvoll, wie lebendig außerschulisches Lernen im Museum sein kann. Durch die enge Verzahnung von Recherche, kreativem Arbeiten und praktischem Testen konnten die Jugendlichen nicht nur ihr Wissen über Natur und Tierwelt vertiefen, sondern auch wichtige Kompetenzen in Teamarbeit, Planung und Gestaltung entwickeln. Im Schloss Wolfstein stieß das Engagement der jungen Entwickler auf große Anerkennung. Das Projekt unterstreicht das Potenzial des Museums „Jagd Land Fluss“ als inspirierenden Lernort und als starken Partner für innovative Schulkooperationen in der Region.


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