Mit dem dritten Bauabschnitt am Staatlichen Beruflichen Schulzentrum Waldkirchen startet der Landkreis Freyung-Grafenau 2026 in die nächste Phase der umfassenden Generalsanierung – und damit in den größten und zugleich bedeutendsten Teil des seit 2017 laufenden Modernisierungsprojekts.
Bereits abgeschlossen sind die Bauabschnitte I (2017 bis 2020, Kosten 17,6 Millionen Euro) und II (2021 bis 2024, Kosten 14,5 Millionen Euro). Die Förderung durch den Freistaat Bayern für diese beiden Abschnitte belief sich auf 9,46 Millionen Euro, 22,64 Millionen Euro wurden vom Landkreis aus Eigenmitteln getragen.
Der Kreistag stimmte in seiner Sitzung im Oktober 2025 einstimmig der vorgestellten Terminschiene für den dritten Bauabschnitt zu. Damit wird der Fahrplan für die nächsten Jahre verbindlich: 2025 erfolgten bereits vorbereitende Maßnahmen im Bestand, 2026 steht der umfangreiche Rückbau des Mittelbaus samt Schadstoffsanierung sowie weitere technische Umlegungen auf dem Programm. Ab Frühjahr 2027 beginnt der Neubau, der sich über rund drei Jahre erstrecken wird. Die Fertigstellung ist für das Jahr 2030 vorgesehen.
„Mit dem Start von Bauabschnitt III setzen wir ein klares Signal: Die berufliche Bildung im Landkreis hat höchste Priorität“, betont Landrat Sebastian Gruber. „Für die Auszubildenden und Lehrkräfte des BSZ Waldkirchen entsteht ein modernes Umfeld, das den Anforderungen von heute und morgen gerecht wird.“
Der dritte Bauabschnitt umfasst den Rückbau des Mittelbaus aus dem Jahr 1967 sowie eines Anbaus aus 1977 und den anschließenden Neubau. Dabei entstehen moderne Fachräume und Werkstätten für die Bereiche Kfz- und Metalltechnik sowie Flächen für den neuen Ausbildungsberuf „Caravaning“. Zudem werden eine neue Mensa mit Küche und eine Aula als zentraler Begegnungs- und Veranstaltungsbereich des gesamten Schulzentrums errichtet.
Die Gesamtkosten für den dritten Bauabschnitt belaufen sich laut Kostenberechnung auf rund 37 Millionen Euro einschließlich Planungskosten. Die Förderprognose liegt bei etwa 20 Millionen Euro, der Eigenanteil des Landkreises bei rund 16 Millionen Euro.
Besondere Herausforderungen ergeben sich durch die notwendige Neuorganisation der technischen Gebäudeinfrastruktur, da bislang sämtliche Leitungen über den abzubrechenden Mittelbau geführt wurden. Auch die Versorgung durch das angrenzende Heizhaus muss während der gesamten Bauzeit aufrechterhalten bleiben.
Landrat Gruber unterstreicht die Bedeutung des Projekts: „Es ist und bleibt ein herausforderndes Vorhaben, aber eines mit maßgeblicher Bedeutung für unsere Region. Mit der Umsetzung von Bauabschnitt III schaffen wir die Basis für eine zeitgemäße berufliche Bildung und stärken zugleich die Attraktivität des Landkreises als Ausbildungsregion.“

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