Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene gestalten

In der jüngsten Kreistagssitzung erfolgte ein weiterer Schritt, um den Nachhaltigkeitsaktivitäten des Landkreises Freyung-Grafenau den Weg zu ebnen. Klimaschutzmanagerin Verena Holzbauer stellte dem Gremium die global gültigen Nachhaltigkeitsziele und die Bestrebungen des Landkreises dar. Landrat Sebastian Gruber erklärt: „Zum besseren Verständnis ist es sinnvoll und notwendig, sich mit den Nachhaltigkeitszielen zu beschäftigten. Der kommunale Bereich spielt hier eine wichtige Rolle und wir möchten einen Beitrag zur Erreichung dieser Ziele leisten.“

In der Agenda 2030 haben die vereinten Nationen 17 Ziele festgelegt, welche beschreiben, wie eine nachhaltige Entwicklung unserer Welt aussehen kann und soll. Bei allen Zielen geht es darum, für gemeinsame Anliegen und öffentliche Güter auch gemeinsame Sorge zu übernehmen – wie etwa für das Klima, die biologische Vielfalt, das Wasser und den Boden. Als Aufgaben werden zum Beispiel festgeschrieben, soziale Gerechtigkeit zu etablieren, Energieerzeugung regenerativ und bezahlbar zu gestalten oder menschenwürdige Arbeit und Innovation zu fördern. Um im Landkreis Freyung-Grafenau die entsprechende Entwicklung anzustoßen, soll eine eigene kommunale Nachhaltigkeitsstrategie erstellt werden, welche die Nachhaltigkeitsziele auf eine lokale Ebene herabbricht und einen Fahrplan zur Umsetzung definiert.

Als erster Schritt dazu war es notwendig, dass der Kreistag den Willen dazu bekennt, einen Beitrag zur Agenda 2030 zu leisten. Mit einer Gegenstimme schloss sich das Gremium der Absichtserklärung an. Landrat Sebastian Gruber betont: „Nachhaltigkeit ist eines der großen Themen der aktuellen Zeit. Es freut mich, dass das Thema auch die entsprechende breite Akzeptanz findet. Das ist aber nur möglich, wenn Ökologie und Ökonomie in Einklang gebracht werden und keine ideologischen Ansätze verfolgt werden.“

Innerhalb eines Jahres soll die Nachhaltigkeitsstrategie für den Landkreis Freyung-Grafenau im Rahmen des Projekts „Global Nachhaltige Kommune“ fertiggestellt werden. Finanzielle Unterstützung in Form eines kostenfreien externen Dienstleisters gibt es dafür vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. In einer ersten Projektphase wurde seit September letzten Jahres bereits eine erste Bestandsaufnahme gemacht. Diese dient als Basis zur Auswahl relevanter Themenfelder, die in der Strategie bearbeitet werden sollen. Neben dem durch den Projektträger gesetzten Handlungsfeld „Globale Verantwortung und Eine Welt“ wurden fünf weitere Bereiche definiert: Soziale Gerechtigkeit und zukunftsfähige Gesellschaft, Nachhaltiger Konsum und gesundes Leben, Nachhaltige Verwaltung, Nachhaltige Mobilität sowie Umwelt, Klima und Energie. „Dabei wird ein integrierter Projektansatz verfolgt, bei dem sowohl die wirtschaftlichen, sozialen als auch die ökologischen Faktoren einer Nachhaltigen Entwicklung berücksichtigt werden,“ erklärt Verena Holzbauer. Um diese unterschiedlichen Aspekte einfließen zu lassen, ist die Beteiligung ausgewählter Akteure am Prozess geplant. Eine öffentliche Online-Informationsveranstaltung dazu findet am 23. Juni statt. Nähere Details werden in Kürze bekannt gegeben.

Landrat Sebastian Gruber und Klimaschutzmanagerin Verena Holzbauer zeigen die unterzeichnete Absichtserklärung zur Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung.
(Foto: Landratsamt Freyung-Grafenau)


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