Informieren, Kontakte knüpfen und berufliche Perspektiven entdecken: Die Ausbildungs- und Arbeitsbörse des Landkreises Freyung-Grafenau hat auch bei ihrer mittlerweile elften Auflage gezeigt, welchen Stellenwert sie für die Berufsorientierung und Fachkräftesicherung in der Region hat. 84 Unternehmen, Betriebe, Einrichtungen und Fachschulen präsentierten sich im HAIDL-Atrium und im zusätzlichen Messezelt in Röhrnbach.
Knapp 3.000 Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, sich aus erster Hand über Ausbildungsplätze, Berufsbilder, offene Stellen sowie schulische und berufliche Weiterbildungsmöglichkeiten zu informieren. Damit lag die Besucherzahl etwas unter den besonders starken Vorjahren. Angesichts des ausgesprochen schönen Spätsommerwetters zeigten sich die Organisatoren mit der Resonanz dennoch zufrieden.
Entscheidender als die reine Besucherzahl war an diesem Samstag ohnehin etwas anderes: An vielen Messeständen wurde intensiv und lange miteinander gesprochen. Zahlreiche Aussteller berichteten von sehr konkreten Anfragen und qualitativ hochwertigen Gesprächen mit Jugendlichen, Eltern, Berufseinsteigern und Fachkräften. Der überwiegende Teil der teilnehmenden Unternehmen und Einrichtungen zog deshalb ein sehr positives Fazit.
„Natürlich freuen wir uns über jeden einzelnen Besucher. Noch wichtiger ist aber, was an den Ständen passiert. Wenn aus einem ersten Gespräch ein Praktikum, eine Ausbildung oder vielleicht sogar ein neues Arbeitsverhältnis entsteht, dann erfüllt die Ausbildungs- und Arbeitsbörse genau ihren Zweck“, betont Landrat Sebastian Gruber. „Dass uns viele Aussteller von sehr intensiven und konkreten Gesprächen berichtet haben, ist deshalb ein starkes Signal für das Format und für unseren Wirtschaftsstandort.“
Die Bandbreite der 84 Aussteller spiegelte dabei einmal mehr die Vielfalt der regionalen Wirtschaft wider. Industrie und Handwerk waren ebenso vertreten wie Handel, Dienstleistungen, soziale und öffentliche Einrichtungen sowie Fachschulen. Viele Betriebe setzten bewusst auf Mitmachangebote und praktische Einblicke. Statt Ausbildungsberufe lediglich vorzustellen, konnten Jugendliche an zahlreichen Ständen selbst ausprobieren, Fragen stellen und unmittelbar mit Auszubildenden und Beschäftigten ins Gespräch kommen.
Gerade dieser persönliche Kontakt gehört seit Beginn zu den Stärken der Ausbildungs- und Arbeitsbörse. Die Veranstaltung richtet sich seit jeher nicht ausschließlich an Schülerinnen und Schüler auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Auch Fachkräfte, Wiedereinsteiger und Menschen, die sich beruflich neu orientieren möchten, nutzten die Messe. Zugleich waren zahlreiche Eltern gemeinsam mit ihren Kindern unterwegs.
Bewährt hat sich auch in diesem Jahr der Samstag als Messetag. Der freiwillige Besuch schafft eine ungezwungene Atmosphäre und bringt Menschen zusammen, die sich ganz bewusst Zeit für Berufsorientierung und berufliche Perspektiven nehmen. Davon profitieren auch die Aussteller: Statt möglichst vieler kurzer Kontakte standen auch bei der elften Auflage vielfach ausführliche persönliche Gespräche im Mittelpunkt.
Organisiert wird die Ausbildungs- und Arbeitsbörse gemeinsam von Wirtschaftsförderung und Regionalmanagement des Landkreises Freyung-Grafenau. Nach elf Auflagen hat sich die Veranstaltung absolut etabliert und zu einem festen Treffpunkt zwischen regionaler Wirtschaft, jungen Menschen und Fachkräften entwickelt – und auch der diesjährige Messesamstag zeigte: Nicht allein die Zahl der Besucher entscheidet über den Erfolg einer Messe, sondern vor allem die Qualität der Begegnungen.


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