Die Regierung von Niederbayern informiert über anstehende Gewässerstrukturmaßnahmen im Naturschutzgebiet und FFH-Gebiet Obere Ilz. Ab morgen, Mittwoch, den 14. Oktober 2026, werden gezielte Maßnahmen gestartet, um den Bestand des stark gefährdeten Huchens nachhaltig zu sichern und zu fördern.
Im Gewässerabschnitt südlich der Ettlmühle bis zur ehemaligen Rosenbergermühle werden dafür Rauhbäume und Steine in die Ilz eingebracht. Diese Totholz- und Steinstrukturen verbessern die Gewässerstruktur erheblich: Sie schaffen neue Laichplätze, optimieren den Lebensraum für Jungfische und bieten Fischen unterschiedlicher Altersstadien wichtige Rückzugs- und Versteckmöglichkeiten. An einer vorhandenen Sohlrampe flussaufwärts der Rosenberger Mühle sollen mehrere Steine an das Ufer versetzt werden, so dass auch für schwimmschwächere Fische die Durchgängigkeit erhöht wird.
Da der Huchen stark vom Aussterben bedroht ist, sind rasch wirksame und zugleich nachhaltige Schutzmaßnahmen erforderlich. Das Projekt ist ein Gemeinschaftswerk mehrerer Partner: Die Höhere Naturschutzbehörde der Regierung von Niederbayern hat die Maßnahmen eng abgestimmt mit dem Landesfischereiverband Bayern e. V., dem Fischereiverband Niederbayern e. V., der Fachberatung für Fischerei des Bezirks Niederbayern, der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Freyung-Grafenau, dem Wasserwirtschaftsamt Deggendorf sowie dem Naturpark Bayerischer Wald e. V.
Der Erfolg der Aktion wird umgehend überprüft: Ein für das Jahr 2027 geplantes Monitoring soll untersuchen, wie die Huchen die neu geschaffenen Strukturen annehmen.
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