Sepsis – umgangssprachlich auch „Blutvergiftung“ genannt – ist eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland – alle 6 Minuten stirbt ein Mensch an einer Sepsis. Darüber informierte das Gesundheitsamt Freyung-Grafenau mit einem Infostand im Eingangsbereich des Gesundheitszentrums Waldkirchen am Weltsepsistag. Mit dem Stand wollte das Gesundheitsamt auf diese oft unterschätzte Gefahr hinweisen.
Eine Sepsis entsteht, so Dr. Karin Drachsler, Ärztin am Gesundheitsamt Freyung-Grafenau, wenn die Reaktion des Körpers auf eine Infektion außer Kontrolle gerät und dadurch eigene Organe und Gewebe geschädigt werden. Auslöser können unter anderem bakterielle, virale oder Pilzinfektionen sein. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Säuglinge und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen oder einem geschwächten Immunsystem. Grundsätzlich kann eine Sepsis jedoch Menschen jeden Alters treffen.
Laut RKI erkranken in Deutschland pro Jahr mindestens 230.000 Menschen an einer Sepsis. Mindestens 85.000 von ihnen versterben daran. Was kann man also tun, um nicht einer dieser 85.000 zu werden.
Im Mittelpunkt stehen Prävention, Früherkennung und eine schnelle medizinische Behandlung, so Dr. Drachsler. Der Weltsepsistag soll genau hier unterstützen, er soll aufklären, sensibilisieren und deutlich machen: Bei einer Sepsis kann schnelles Handeln Leben retten.
Fieber, Schüttelfrost, starke Schwäche oder eine ungewöhnlich schnelle Atmung: Was zunächst wie eine schwere Infektion wirken kann, entwickelt sich in manchen Fällen zu einem medizinischen Notfall. Eine Sepsis – umgangssprachlich häufig als „Blutvergiftung“ bezeichnet – kann innerhalb kurzer Zeit lebensbedrohlich werden. Es können unterschiedliche Symptome auftreten, z.B. Fieber, starke Schmerzen, ein nie gekanntes Krankheitsgefühl, Verwirrtheit, Wesensveränderung, Atemnot, Kurzatmigkeit, Herzrasen und viele weitere Symptome. Nach dem Motto „Zeit ist Leben“ sollte deshab bei Anzeichen einer Sepsis unverzüglich medizinische Hilfe geholt werden, betont die Ärztin. Unter www.deutschland-erkennt-sepsis.de gibt es weiterführende Informationen sowie eine Sepsis-Checkliste.
Damit es gar nicht zu einer Sepsis kommt, sollten Infektionen nach Möglichkeit vermieden oder zeitnah behandelt werden. Die regelmäßige Überprüfung des Impfstatus, Händehygiene, das Desinfizieren von Wunden und ein gesunder Lebensstil können dabei hilfreiche Maßnahmen sein.
Der Weltsepsistag 2026 steht für eine einfache, aber entscheidende Botschaft:
Eine schwere Infektion darf nicht unterschätzt werden. Wer Warnzeichen erkennt und rechtzeitig Hilfe holt, kann entscheidend dazu beitragen, dass aus einer Infektion keine lebensbedrohliche Sepsis wird.

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